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Ergänzend zur EVOLVER-Kolumne "AUSWEISKONTROLLE: GOTCHA!" finden Sie nachfolgend den E-Mailverkehr mit der Pressestelle des Bundesministeriums für Landesverteidigung .


E-MAIL-ANFRAGE AN DIE PRESSESTELLE DES BUNDESMINISTERIUMS FÜR LANDESVERTEIDIGUNG BEZÜGLICH "NICHT-LETALER WAFFEN".

E-Mails in absteigender Reihenfolge.

-----Original Message-----
From: Bauer Michael [mailto:michael.bauer@bmlv.gv.at]
Sent: Tuesday, February 22, 2005 8:59 AM
To: 'chris haderer'
Subject: Nicht letale Waffen

Sg. Herr Haderer !
Zu Ihrer Anfrage kann ich Ihnen antworten:

• Das Österreichische Bundesheer verfügt über keine Taser- Waffen.
• Der Waffengebrauch ist im Militärbefugnisgesetz geregelt, der Waffengebrauch von lethalen Waffen insbesondere in den §§ 16, 17 und 18.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Bauer


ANMERKUNG der Redaktion: Hier finden Sie nähere Informationen und Links zum österreichischen Militärbefugnisgesetz.


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: chris haderer [mailto:chris_haderer@hotmail.com]
Gesendet: Donnerstag, 17. Februar 2005 16:16
An: michael.bauer@bmlv.gv.at
Betreff: RE: Nicht letale Waffen

Sehr geehrter Herr Bauer,
herzlichen Dank für Ihre Antwort. Da ich in diesem Zusammenhang keine Fehlinformationen ins Volk streuen möchte sondern journalistisch korrekte Darstellungen liefern will, hätte ich die Bitte, mit jemand ein Interview zu führen, der mir nähere Informationen geben kann. Sie schreiben beispielsweise, die Verwendung sei gesetzlich geregelt - darüber würde ich gerne mehr wissen; auch über die Art der "nicht-letalen Waffen", die vom österreichischen Bundesheer eingesetzt werden, würde ich gerne mehr erfahren (beispielsweise ob es sich um Taser-Waffen handelt, bei denen die Sterberate lt. Agenturmeldungen und TV-Berichten aus Deutschland eigentlich den Begriff "non-letal" ad absurdum führt).
Aus diesem Grund würde ich mich über ein Interview mit einem Experten sehr freuen, zumal es dann auch keine Gerüchte mehr geben kann.
Mit freundlichen Grüßen
Chris Haderer


-----Ursprüngliche Nachricht-----
From: Bauer Michael [mailto:michael.bauer@bmlv.gv.at]
Sent: Thursday, February 17, 2005 11:28 AM
To: chris_haderer@hotmail.com
Subject: Nicht lethale Waffen

Sg. Herr Haderer!

Zur Ihrer Anfrage; Non-Lethal-Weapons betrefend kann ich Ihnen mitteilen:
Es gibt eine informelle Arbeitsgruppe der EU; European Workinggroup for Non-Lethal-Weapons, darin ist auch das Österreichische Bundesheer vertreten.
Diese Arbeitgruppe veranstaltet Symposien im Zwei-Jahres-Rhythmus. Das nächste Symposium wird im Mai 2005 stattfinden.
Das Österreichische Bundesheer hat für seine Soldaten im Auslandseinsatz Non-Lethal-Weapons beschafft. Die Beschaffung erfolgte aufgrund der Unruhen im März 2004 im Kosovo. Es hat sich für alle Beteiligten als sehr hilfreich erwiesen, zB eine Demonstration im Auslandseinsatz durch den Einsatz von Non-Lethal-Weapons aufzulösen.
Das Kosovo-Kontingent ist mit Reizstoff- und Gummigeschossen ausgerüstet. Da das Kosovo-Kontingent nicht nur ausschließlich militärische Aufgaben übernimmt, ist der Einsatz, nicht zuletzt zum Schutz unserer eigenen Soldaten in extremen Situationen notwendig.
Der Einsatz von Non-Lethal-Weapons ist gesetzlich geregelt und unterliegt restriktiven Bestimmungen.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Bauer


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Chris Haderer [mailto:chris_haderer@hotmail.com]
Gesendet: Mittwoch, 16. Februar 2005 00:27
An: 'Bauer Michael'
Betreff: AW: Nicht letale Waffen

Sehr geehrter Herr Bauer,

in erster Linie handelt es sich um eine Recherche für das Monatsmagazin WIENER (für das ich über diese Thematik schon vor zwei oder drei Jahren geschrieben habe; damals allerdings mehr aus einer futuristischen Sicht der Dinge, die von der Realität mittlerweile eingeholt wurde – und zwar um ein gutes Stück, wenn ich nur in WINNING THE WAR von Col. Alexander blättere). Daneben wird es auch eine oder zwei kurze Radiosendungen zum Thema geben; bei freien Stationen.
Mit freundlichen Grüßen
Chris Haderer


-----Original Message-----
From: Bauer Michael [mailto:michael.bauer@bmlv.gv.at]
Sent: Tuesday, February 08, 2005 1:34 PM
To: chris_haderer@hotmail.com
Subject: AW: Anfrage Nicht-letale Waffen

Sg. Hr. Haderer!

Ich habe ihre Anfrage vom 8.2.2005 erhalten. An der Beantwortung wird gearbeitet. Herr DI Dr. Oppenheim steht für ein Interview zur Zeit nicht zur Verfügung.

Weiters bitte ich um die Information, für welches Monatsmagazin Sie die Recherche durchführen.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Bauer


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Chris Haderer [mailto:chris_haderer@hotmail.com]
Gesendet: Dienstag, 08. Februar 2005 11:28
An: 'Bauer Michael'
Betreff: Anfrage Nicht-letale Waffen
Wichtigkeit: Hoch

Sehr geehrter Herr Bauer ...

(... im ersten Absatz wird Bezug auf eine andere Anfrage genommen ...)

... anlälich einer Recherche für ein Monatsmagazin habe ich jedoch eine andere Frage.
Bislang war mir nicht bewußt, dass sich das Österreichische Bundesheer mit Nicht-letalen Waffen beschäftigt. Beim Europäischen Symposion am Fraunhofer-Institut scheint Österreich sogar eine federführende Rolle zu spielen (vertreten durch Helmut Oppenheim, Dr., Bundesministerium für Landesverteidigung, Vienna).
Meine Frage nun: in wie weit ist das Österreichische Bundesheer in die Nicht-letale Waffenforschung involviert; mit welchen Unternehmen/Institutionen bestehen Kooperatioen; und welche Pläne existieren bezüglich der Einführung solcher Waffensysteme?
Darüber hinaus wäre ich an einem Interview mit Dr. Helmut Oppenheim interessiert. Kann ich ihn direkt darauf ansprechen oder muß das über Sie laufen?
Herzlichen Dank im Voraus,
mit freundlichen Grüßen
Chris Haderer


AUSWEISKONTROLLE: Gotcha! (Kolumne)
 
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