Kosmisches Internet - mit Anlaufschwierigkeiten
"Kosmisches Internet" lautete der Titel einer Veranstaltung, die vergangenen Samstag in einem Nebengebäude der Technischen Universität Berlin abgehalten wurde. Der spektakuläre Untertitel: "Das Universum als Provider?" Versprochen wurde eine Menge: basierend auf Anton Zeilingers Quantenteleportations-Versuchen und dem so genannten Global Scaling sollten zwei Notebooks miteinander Kontakt aufnehmen können - ohne irgendeinem Netzwerk oder einer Sendeeinrichtung. Die Wahrheit präsentierte sich dann ein wenig kleiner - aber immer noch faszinierend genug, um wirklich an das Raumschiff Enterprise zu glauben. Tatsächlich konnten letztes Wochenende in Berlin zwei räumlich getrennte Notebooks dazu gebracht werden, synchron zu laufen - ohne zusätzliche Hardware. Durchgeführt wurde der Versuch von einem Dr. Hartmut Müller, der am deutschen Institut für Raum-Energie-Forschung werkt und mit seinen Theorien die klassische Physik zwar nicht über den Haufen wirft, aber zumindest ordentlich auf den Kopf stellt.
Global Scaling Road-show an der TU-Berlin
Müller ist in den letzten Jahren mehrmals mit spektakulären Thesen an die Öffentlichkeit getreten, zuletzt mit dem so genannten "G-Com"-Verfahren, das herkömmliche Telekommunikationsverfahren (wie beispielsweise den erwiesen gesundheitsschädlichen Mobilfunk) langfristig ersetzen soll. Beim G-Com-Verfahren wird die Sprache – vereinfacht ausgedrückt – auf eine stehende Gravitationswelle aufmoduliert, die auch unter Wasser oder außerhalb der Erdsphäre empfangen und genutzt werden kann. Der technische Aufwand ist minimal; in der Praxis konnte das Verfahren durch mehrere Teststrecken zwischen Deutschland und Australien erprobt werden. Beim "Datenbeamen" wiederum nützt Müller das kosmische Hintergrundrauschen, das überall vorhanden ist und nicht abgeschirmt werden kann. Mathematische Filter sorgen dafür, dass das Rauschen als Signalträger funktioniert - und da in Intel-Prozessoren ab dem Pentium III/IV physikalische Rauschgeneratoren eingebaut wurden (zur Erzeugung von Zufallszahlen), kann diese kosmische Quelle ohne weitere Hilfsmittel angezapft werden.
Halten Sie das für Unsinn? Liegt es daran, daß Müller tatsächlich gehobenen Stuss verzapft - oder haben Sie bloß kein Wort verstanden? Um Müllers Theorien auf den Punkt zu bekommen, muß man Mathematiker sein – oder die Welt empathisch zu verstehen versuchen (in diesem Zusammenhang sollten Sie einen Blick auf die Seminarreihe "Transpersonale Psychologie" vom Verein Focus werfen, über die im EVOLVER berichtet wird). Die Technik, an die wir uns gewöhnt haben, argumentiert ihr Funktionieren gewöhnlich nicht mit Gravitationswellen und kosmischen Rauschfeldern – soetwas gehört zu Perry Rhodan, aber nicht zum neuesten Siemens/Sony/Nokia/Motorola-Hirngrill. Allerdings holpern einige der etablierten physikalischen Erklärungsmodelle des Kosmos ärger als eine steirische Forststraße, weshalb unser tiefer Glaube an schulmeisterliche Lehrmeinungen im Alltag eigentlich nicht nachvollziehbar ist. Vergangenen Samstag wurde in Berlin der Beweis dafür erbracht, daß da mehr ist als unser physikalisches Mittelschüler-Weltbild, daß das Universum auf Schwingungen und Wellen basiert, und daß man Elemente davon technisch nutzen kann.

Berlin, 21. 2. 2004. Links: Hartmut Müller
Ob die von Hartmut Müller, der im ehemaligen Leningrad und heutigen St. Petersburg ausgebildet wurde, jemals zu Produkten gerinnen werden, steht hingegen auf einem anderen Blatt. Die von Müller betriebene Grundlagenforschung orientiert sich nicht an der Industrie: die G-Com-Technologie käme beispielsweise ohne Telekom-Betreiber aus – und auch ohne monatliche Netzbenützungsgebühren. Die durch "Global Scaling" entstehenden Möglichkeiten erinnern im Ansatz auch an die Theorien des österreichischen Wasserforschers Viktor Schauberger, der die Welt mit den Worten: "Ihr bewegt falsch" auf den Punkt brachte. Die Natur kennt nicht das drückende, explosive Prinzip, nach dem unsere Wirtschaft (und große Teile unserer Technologie) funktionieren; sie arbeitet nach einem saugenden Ansatz (wie Ghandi seine Lehren verbreitete).
Mit diesem Problem haben neue Technologien und Sichtweisen immer zu kämpfen: Wir sind zu borniert und arrogant, um überhaupt über neue Theorien nachzudenken – obwohl wir nichteinmal die alten (und zum Teil falschen) begriffen haben. "Quantenbeamen" ist keine Science-fiction – es ist vielmehr soetwas wie Holzhacken auf höchstem Niveau.
Dia-Show von der Vorführung am 21. 2. 2004 in Berlin
Bericht über die Vorführung in den CROPfm BIG BROTHER NEWS #19 Ausstrahlung: 5. 3. 2004)
Augenzeugenbericht aus Berlin
[Der Rest steht im EVOLVER...]
Weiterführende Links zu den Themen GLOBAL SCALING und QUANTENTELEPORTATION:
Eine Einführung in die Global-Scaling-Theorie. von Dr.rer.nat. Hartmut Müller, Leiter des Instituts für Raum-Energie ...
Global Scaling Verein Wissenschaftlicher Förderverein Global Scaling eV
Skalenberechnung für die G-Welle
Konzepte für ein neues Zeitalter: Global Scaling
G-Com: Das Universum als Provider
Donau-Universität Krems: Neues drahtloses Kommunikationsverfahren: Global Scaling Quantum Teleportation (Erfolgreiches Experiment vom 18. 12. 2003).
Donau-Universität Krems: Global Scaling (Projekt)
science.de-forum.de: Global Scaling - Neue Physik oder neuer Schwindel?
Wired News: Beaming is Believing
Quantencomputer: Ausgewählte Kapitel
Wiener Zeitung: Quantenwelten
Academy of Live - Anton Zeilinger (Interview)
Quantenphysik (Vortrag von Anton Zeilinger)
Teleportation: Wiener Physiker erhöhen Effizienz des "Beamens"
Quantenteleportation und Kryptographie
Test der Quantenteleportation über lange Distanzen im Kanalnetz von Wien
Quantum Experiments and the Foundations of Physics (Prof. Anton Zeilinger)
Chris Haderer/ArtBeat
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