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JP-8 heißt der umstrittene Flugzeugtreibstoff, der von NATO-Maschinen verwendet wird. Er soll, so verschiedene Berichte, extrem gesundheitsgefährdend sein. Es ist ein Treibstoff, der als "Universal-Sprit" sowohl in jedem Motor von der Kettensäge bis zum Triebwerk als auch bei jeder Temperatur funktioniert. Als Basis dient der zivile Treibstoff "JET-A1" (99 Prozent Kerosin mit Zusätzen).
JP-8 wird mit Additiven hochgezüchtet. Eines dieser Additive soll 1, 2 Dibromethan sein, eine gelbliche Flüssigkeit mit süßlichem, chloroformartigem Geschmack. Laut dem Gefahrstoff-Datenblatt der Universität Bayreuth ist Dibromethan von der Wirkung her ein Nervengift und außerdem extrem wassergefährdend (es ist für Wasserorganismen tödlich, wodurch Gewässer durch Dibromethan langfristig geschädigt werden können). Im Tierversuch hat sich Dibromethan eindeutig als krebserregend herausgestellt und gehört zu jenen Stoffen, die laut §4 der Gefahrstoffverordnung der Bundesrepublik Deutschland auch als krebserregend für den Menschen angesehen werden sollten.
Dibromethan hätte nur einen Sinn bei verbleiten Treibstoffen. Offiziell sind Flugzeugtreibstoffe unverbleit - allerdings liegen Aussagen vor, denen zufolge Lastenmaschinen mit verbleitem Treibstoff fliegen, da durch die heutigen Kompressionen der Sprit sonst zu früh zünden würde.
In Deutschland haben sich schon Bürgerinitiativen (um Rammstein, wo überhöhte Bleiwerte in der Luft gemessen wurden) gebildet. Es gab auch eine Anfrage an den Bundestag.

Auch in Österreich wird JP-8 verwendet, wie Major Michael Bauer vom Verteidigungsministerium mitteilt.

Nachfolgend sein E-Mail im Originalwortlaut:

-----Original Message-----
From: Bauer Michael [mailto:michael.bauer@bmlv.gv.at]
Sent: Wednesday, January 26, 2005 10:20 AM
To: chris_haderer@hotmail.com
Subject: Kraftstoff für Luftfahrzeuge

Sg Hr. Haderer!
Zu Ihrer mail-Anfrage vom 24. Jänner 2005, die Verwendung von Flugbenzin beim österreichischen Bundesheer betreffend, kann ich Ihnen folgendes mitteilen:

Das österreichische Bundesheer verwendet für die Masse seiner Flugzeuge und Hubschrauber das Flugbenzin Jet A1. Dies ist der gleiche Kraftstoff, der auch von der kommerziellen Luftfahrt verwendet. Für den Betrieb der C-130 Hercules wird der Kraftstoff F-34 (JP-8) verwendet.

Eine Genehmigung des Betriebes durch andere Ministerien ist dabei nicht notwendig.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben, und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Michael Bauer

Bundesministerium für Landesverteidigung
Presseabteilung
Major Michael Bauer
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Adr.: A-1090 Wien, Roßauer Lände 1
Tel.: +43 1 5200- 20311
Fax: +43 1 5200- 17004
E-Mail: michael.bauer@bmlv.gv.at
Web: www.bundesheer.at

 
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